Sommerlager 2006 Eitelborn vom 22. – 25. August 2006

Erschienen am 16. Juli 2012 in Beiträge

Fulli

 

Sommerlager 2006 Eitelborn vom 22. – 25. August 2006

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Endlich stand unser erstes gemeinsames Zeltlager des neuen Stammes „Lahntal“ auf dem Programm! Nach langer und gründlicher Vorbereitung in den Leiterrunden fuhren rund 30 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen fuhren voller Enthusiasmus und Vorfreude nach Eitelborn in ihr erstes Pfadfindersommerlager, das unter dem Motto „Ritterspiele“ stand. Ebenso wie die Kinder waren auch die 12 Leiter und (damals noch Begleitperson) Frank Fieseler gespannt, was da auf sie zukommen werde. Die Zelte stellte uns der Stamm „St. Blasius“ Frickhofen zur Verfügung, da wir zu diesem Zeitpunkt noch keine eigenen angeschafft hatten. Ein uriger, gemütlicher Zeltplatz mitten im Wald, neben einem Sportplatz gelegen, erwartete uns. Für das erste Lager des jungen Stammes unabdingbar: Das Waschhaus hatte auch eine Küche, sodass wir nicht noch ein Küchenzelt brauchten und uns bei schlechtem Wetter auch in den Aufenthaltsraum setzen konnten. Vor allem die Leiterrunde war erfreut über die Möglichkeiten, die eine feste Küche mit Kühlschrank bietet, und nutzte sie fortan sehr intensiv.
Der gemeinsame Zeltaufbau verlief überraschend ohne große Probleme, sodass die Leiter stolz ihre erste Großjurte im Lager aufbauten – die im Endeffekt für die vielen Leiter zu eng war, doch das machte keinem etwas aus. Eine große Hilfe war der Trupp von den Limburger Pfadfindern unseres Patenstammes „St. Georg“, die uns routiniert unter die Arme griffen beim Aufbau. Auch die Kinder wurden gut in komfortablen Mehrpersonenzelten untergebracht.
Gleich am ersten Tag gab es für Leiter wie Kinder vieles neues zu entdecken und zu lernen: Nach gründlicher Inspizierung des Geländes wurden Küchen – und Putzdienst eingeteilt, Lagerregeln aufgestellt und Feuer zum Grillen gemacht, was für viele Kinder schon sehr aufregend war. Der erste gemeinsame Lagertag wurde mit Würstchen und Steaks vom Grill gefeiert. Friedel Meudt stimmte so manches Lied mit seiner Gitarre am Feuer an und lehrte uns Lagerfeuerklassiker wie „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ oder das eine oder andere Westerwaldlied – nicht zu vergessen einen seiner Lieblingshits, „Über den Wolken“.
Von nun an musste sich eine Woche lang unser Küchenteam, bestehend aus Philipp Pötz und Franz Wirth, bewähren und eine Meute hungriger Kinder und Leiter versorgen – und das taten die beiden mit Bravour! Es war sehr schmackhaft, es gab reichlich nach und auch die Variationen konnten sich sehen lassen. Ob es das opulente Frühstück, das Grillgut, Spagetti oder gutes Fleisch waren – das große Lob während und nach dem Lager haben sich beide redlich verdient!
Nach einer turbulenten 1. Nacht (wie nicht anders zu erwarten war) und einem feucht-kühlem Aufwachen in den Zelten stand der nächste Tag, der mit der alltäglichen Morgenrunde vor dem Frühstück begonnen wurde, ganz im Zeichen der „Ritterspiele“. Marcel Hahn und Marvin Rohn hatten die Gestaltung und den Ablauf samt Materialien vorbereitet und schon am Vortag im Wald die Stationen der Spiele eingerichtet, und den großen Erfolg konnte man an den begeisterten Gesichtern und Kommentaren der jungen Pfadfinder ablesen. Es gab eine Reihe von Spielen und Wettbewerben, bei denen die Kinder Punkte sammeln konnten und es am Ende einen Gesamtsieger gab. So konnten „Ritterrüstungen“ aus Bettlaken gemalt werden, die die Kinder eigens von zuhause mitbrachten. Jedes Zelt stellte sich eine eigene Fahne her, die entsprechend vor dem jeweiligen Zelteingang gehisst wurde. Ein ganz großer Knüller unter den Kindern und Leitern war das Bauen von Pfeil und Bogen, und natürlich wurde später auf eine Zielscheibe im Wald um die Wette geschossen. Hervorzuheben ist, dass es manche Kinder geschafft haben, sich einen richtig guten Bogen zu bauen und auch damit umzugehen, bloß aus dem Holz, was im Wald gefunden wurde, und ein wenig Kordel. „Dracheneier“ (Tennisbälle) mussten ins „Nest“ (Korb im Baum) geworfen werden, es gab das klassische Dosenwerfen und eine wilde Kletterpartie mit Seilen von Baum zu Baum.
Nach diesem vollen Programm, das sich über den gesamten Tag erstreckte, waren die Kinder glücklich und hundemüde – und die Leiter freuten sich, ihr Ziel erreicht zu haben.
Am vorletzten Tag sollte zur Burgruine Sporkenburg gewandert werden, doch das Wetter spielte leider nicht mit. So machten sich beim konstanten Nieselregen nur eine Handvoll lauffreudige Pfadfinder auf zur Ruine, während der Rest im Lager blieb. Nach einer dennoch schönen Wanderung wurde in der Ruine ein kleines Feuer gemacht, und das Küchenteam lieferte das Stockbrot dazu. Viel gab es hier nicht zu sehen, doch die Gemeinschaft zählte, und man hatte allerlei Spass bei der Wanderung und lernte sich näher kennen.
Der Abend war unser gemeinsamer Abschlussabend. Der Sieger aus den Ritterspielen wurde geehrt, Moses Nickmann hatte sich den 1. Platz vor Marlon Kröner gesichert, und alle Kinder bekamen für ihre Anstrengungen und Erfolge einen kleinen Preis. Der Höhepunkt dieses Abends war der geheimnisvolle „Zaubertrank“ von Steffen Löw, der vor allem den Wölflingen super schmeckte. Noch heute kann man nur munkeln, was da so eigentlich alles im Topf drin war.
Auch die Leiter hauten kräftig auf den Putz und feierten ihren Lagereinstand im Haus, als die Kinder schon in den Zelten lagen. Das eine oder andere Lied wurde angestimmt, und zum Abschluss wurde noch eine Polonäse durch die Leiterjurte begonnen.
Am Abfahrtstag gab es, nachdem die Jurten und Zelte bei verregnetem tristem Wetter schon um einiges schneller wieder abgebaut wurden, eine Lagerabschlussrunde. Dabei gab jedes Kind und jeder Leiter ein persönliches Resümee des Sommerlagers ab. An negativen Aspekten waren lediglich kleine Streitereien oder Heimweh zu nennen. Ansonsten waren alle Kinder und natürlich auch ihre Leiter restlos begeistert, denn es hatte direkt beim ersten gemeinsamen Pfadfinderlager  alles gepasst: Die Verpflegung durch das Küchenteam, die Gestaltung der vielen Spiele und die Freizeitbeschäftigung, die Lokalitäten, der Auf- und Abbau und auch die gute Stimmung untereinander. Außerdem hatten sich viele der Kinder und auch Erwachsenen erst richtig kennen gelernt und kamen sehr gut miteinander aus. Unser Kurat Friedel Meudt, der eine immens große Erfahrung mit Pfadfinderlagern hat, betonte, dass dieser tolle Einstand so nicht selbstverständlich wäre und dass im ersten Lager so einiges schief gehen kann. Dass ein erstes gemeinsames Pfadfinderlager eines jungen Stammes so toll und reibungslos gelaufen sei, habe er selbst noch nie erlebt.
Für uns Leiter bedeuteten diese überaus positiven Bewertungen der Kinder und aller Beteiligten, die schon ganz heiss auf das nächste Lager waren, einen riesig großen Erfolg, und der sollte uns Motivation genug sein, unseren jungen Stamm mit Ehrgeiz, Zuversicht und Spass weiterzuführen und ein weiteres Lager im Jahr 2007 in Angriff zu nehmen.

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