Bericht zum Sommerlager 2013

Erschienen am 24. September 2013 in Beiträge

Guenter

 

 Montag, 12.08.2013

Morgens um 8 Uhr konnten wir pünktlich starten. Alle Teilnehmer haben von Friedhelm Meudt, unserem Kuraten, den Reisesegen erhalten und waren gespannt auf die vor uns liegenden Tage.
Nachdem jeder sein Sommerlager-T-Shirt erhalten hatte, das speziell für dieses Lager organisiert, und dankenswerter Weise von Familie Marcus Klämt und Bernhard Eufinger gesponsert wurde, konnten wir gen Belgien aufbrechen.
Die Fahrt nach Oudenburg verlief ohne Stau und so hatten wir mit einer Pause auf dem Rastplatz Aachenerland und einer weiteren kurz hinter Brüssel schon gegen 15 Uhr unser Ziel in Ettelgem erreicht.
Der Aufbau des Lagers ging schnell und zügig von der Hand, so konnten wir schon früh die Zelte belegen und einziehen. Nach getaner Arbeit konnte der erste Abend mit leckeren Hamburgern zum Abendessen, Fussball spielen auf dem angrenzenden Sportplatz und Spielen am Lagerfeuer beendet werden.
Unser „schwarzes Schaf“, Andreas Graf, erhielt an diesem Abend für seine Einsatzbereitschaft seine eigene Kluft – natürlich nicht ohne das entsprechende Leiterversprechen abzulegen!

 

 Dienstag, 13.08.2013

Gegen 7 Uhr waren die ersten Kinder schon wach. Erfahrungsgemäß dauert es dann nicht lange, bis der Rest des Lagers dann auch „zwangs-wach“ ist. Schließlich gab es Frühstück und anschließend konnten wir bestückt mit Badesachen an den Strand in De Haan aufbrechen.
Bei herrlichem Wetter und schönen Wellen kam jeder voll auf seine Kosten: es wurde geschwommen, getaucht, geschlafen und gebuddelt.
Am Nachmittag kamen noch Friedhelm Meudt und Bernhard Eufinger (Ortsvorsteher Dietkirchen) nach De Haan
Um ca. 15 Uhr mussten wir aufbrechen, damit alle frisch geduscht zum Empfang im Rathaus von Oudenburg bei Ignace de Reeper, dem Bürgermeister von Oudenburg, erscheinen konnten. Davor überreichten wir eine weitere Kluft an Bernhard Eufinger, der ebenfalls sein „Leiterversprechen“ ablegte.
So konnten wir alle gemeinsam mit Kluft als Pfadfinder vom Stamm Lahntal auftreten.
Nach der Begrüßung vor dem Rathaus gab es ein kleines Abendessen und wir trafen Mitglieder des Oudenburger Gemeinderats.
Zurück auf dem Zeltplatz ließen wir den Abend mit Stockbrot am Lagerfeuer ausklingen.

 

 Mittwoch, 14.08.2013

Nach einem leckeren Frühstück ging es frisch gestärkt gegen 10 Uhr an den „De Kluiten See“ um mit der KSJ Westkerke (Jugendgruppe aus der Nähe von Oudenburg) Floße zu bauen.
Mit tatkräftiger Unterstützung der Jugendlichen konnten wir zwei Floße bauen; eines mit alten Ölfässern und eines mit großen Gummireifen.
Die Floße wurden mit viel guter Laune und großem Spaß zu Wasser gelassen und auf ihre Fahrtüchtigkeit getestet. Mit kräftigen Paddelschlägen konnte es endlich losgehen und die nicht mehr enden wollende Wasserschlacht zwischen den Flossen hatte begonnen.

Dank des Superwetters und der angenehmen Wassertemperaturen war es schnell egal ob man auf oder neben dem Floß nass wurde. Unter viel Jubel und Geschrei wurde jeder „geduscht“. Nach dem Verzehr der Lunchpakete stachen wir noch einmal in See um bei einem Wettrennen zu testen, welches der beiden Floße das schnellere ist. Das Rennen wurde jedoch schnell und ganz eindeutig zugunsten des Gummi-Floßes entschieden (aber nur, weil dort die Paddelkräftigen-Pfadfinder drinsaßen). Auf dem Rückweg ans Ufer entbrannte zwischen den halbverhungerten Floßbesatzungen eine heftige Wasserschlacht, die nur beigelegt werden konnte, als Johanna das Floß wechselte und quasi als Pfand an das Siegerfloß herausgegeben wurde.
Zurück am Ufer zerlegten wir die Floße wieder in seine jeweiligen Einzelteile und kamen mit besserem oder schlechterem Englisch (Zitat von Yannik: „my english is not the yellow from the egg, but…“) dennoch mit den Jugendlichen der KSJ ins Gespräch und konnten eine Einladung zum Besuch unseres Lagers an diesem Abend aussprechen.

Nach der Rückkehr ins Lager konnten wir endlich alle wieder duschen (ich glaube, wir hatten noch nie ein so sauberes Lager gehabt…) und uns in die Vorbereitungen für das gemeinsame Abendessen stürzen.
Vorher jedoch mussten einige Sonnenbrand-Wehwehchen mit heilenden Händen versorgt werden.
Nach vielen Informationen, Fehlinformationen und Missverständnissen auf beiden Seiten konnten wir vier Jungs von der KSJ und drei Mädchen einer anderen Jugendgruppe in unserem Lager begüßen.
Mit vereinten Kräften und vielen helfenden Händen konnte das Küchenteam ein leckeres Abendessen zaubern. Vielen Dank an dieser Stelle an unseren Grillmeister Bernhard!!

Getreu nach dem Motto ‚wer rastet, der rostet’ kamen alle auf dem Fußballplatz zusammen um gemeinsam ein Spiel zu bestreiten. Sogar Friedhelm und Bernhard haben sich mit beherztem Einsatz an dem Spiel beteiligt (das muss an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt werden!).
Da unseren Kindern dies immer noch nicht reichte, schlugen die Belgier noch zwei Spiele vor – die nach kurzer Übersetzung ins Deutsche – für Begeisterung sorgten. Das erste Spiel „Rüben ziehen“ war schnell erklärt, viele kannten es aus der Schule oder von anderen Gelegenheiten. Das zweite Spiel, wir nannten es einfach nur „das Rodeo-Spiel“ weil wir den belgischen Namen nicht verstanden und keine bessere Übersetzung fanden.

Nur Friedhelm und Bernhard blieben bei diesem Spiel verschont, alle anderen mussten mitmachen. So manche Schramme und einige blaue Flecken kamen hinzu, aber keinem machte es etwas aus.

Es war ein durchaus gelungener Tag und ein erfolgreicher Abschluss des Tages. Hier hoffen wir, neue Freundschaften zu knüpfen und eine Partnerschaft mit der KSJ Westkerke aufbauen zu können, sodass wir im nächsten Jahr vielleicht Besuch aus Belgien bekommen!

 

 Donnerstag, 15.08.2013

Das Wetter sah an diesem Morgen nach Regen aus, deshalb wurde während dem Frühstück kurzum beschlossen, die Badesachen einzupacken aber zuerst nach Ostende zu fahren.
Hier besichtigten wir ‚Fort Napoleon’, das in den Dünen von Ostende liegt. Von Francois, dem letzten zurückgebliebenen Franzosen, lernten wir, wie das Leben und Überleben zu Kriegszeiten war.
Nach der Besichtigung konnten wir in den Dünen um das Fort herum unsere Lunchpakete verspeisen und brachen danach wieder bei strahlendem Sonnenschein an den Strand nach De Haan auf.
Bei tollen Wellen und leicht nervösen Strandwächtern konnten wir uns hervorragend austoben und auch die Buddeltruppe hat wieder einmal viel Sand bewegt.

Der Rückweg hatte aufgrund des Feiertages einige Umwege für uns, sodass wir zum Abendessen bei ‚Nudeln mit Hackfleischsoße’ auf das Hackfleisch verzichten mussten und die Improvisationskünste des Küchenteams gefragt waren. So konnte eine Chilli-Tomatensauce kreiert werden, die der Chillisoße ab 18 für 13-jährige in nichts nachstand.

Der entstandene Brand konnte mit viel Milch aber schnell wieder gelöscht werden. Nach ein bisschen gutem Stockbrot ging es dann ab in die Zelte.

 

 Freitag, 09.08.2013

Der vorletzte Tag begann mit strahlendem Sonnenschein und wiedermal einem fantastischen und ausgiebigen Frühstück! Aber erst nachdem die Leiter ein 1. Frühstück hinter sich hatten und um 8.30 Uhr noch kein Kind wach war.
Günter und Johanna kamen sofort auf die rettende Idee: „Duett-wecken“.

Für alle, die das einmal selbst ausprobieren möchten: man nehme eine Blechschale, etwa so groß wie ein normaler Teller und dazu ein Messer oder einen haushaltsüblichen Löffel. Diese beiden Gegenstände schlägt man mit hoher Geschwindigkeit aufeinander und steht im günstigsten Fall neben einem – mit schlafenden Kindern bestückten – Zelt.
Binnen Sekunden sollten alle „Zeltbewohner“ wach sein. Ist das nicht der Fall waren Sie nicht laut genug und sie müssen sich mehr anstrengen.

Nachdem die Kinder nun gefrühstückt hatten und die Leiter ein 2. Frühstück zu sich nahmen, die Lunchpakete und alles nötige eingepackt war, brachen wir nach Zeebrugge zum Tiefseehafen auf.
Vor Ort angekommen, entdeckten wir bei einem Hafenrundgang ein altes Leuchtfeuerboot und ein russisches U-Boot, welches zu einer Art Museum umgebaut wurde.
Wir gingen „an Bord“ und konnten uns einen interessanten Eindruck über das Leben unter Wasser verschaffen und konnten jede Menge unglaublich toller Erinnerungsfotos machen.
Wie hätte es anders sein sollen: nach dem Mittagessen sind wir an den Strand nach De Haan gefahren. Allerdings hatten wir heute nicht so viel Glück; es war sehr stürmisch und es fing an zu regnen. Zurück auf dem Zeltplatz musste erst mal alles zum trocknen aufgehängt werden.
Am letzen Abend wurde noch einmal gegrillt um die Reste aufzubrauchen. Auch das Stockbrot wurde vernichtet.

Wölis und Jupfis verschwanden zur gleichen Zeit in ihre Nachtlager, da am nächsten Tag die Rückfahrt bevorstand und mit dem Abbau der Zelte und dem Verladen ein anstrengender Tag kommen würde.
Da sich ein Zelt aber in den Kopf gesetzt hatte, nicht schlafen zu wollen, durften die Jupfis ihr Zelt noch einmal aufbauen. Kurzum hatten wir die Heringe aus dem Boden gezogen. Als Hilfsmitten gab es keine Taschenlampe und nur einen Hammer. Funktioniert erstaunlich gut!

 

Samstag, 17.08.2013

Am letzten Tag konnten wir Leiter noch einmal die belgische Morgenluft genießen, währen die Kinder noch schliefen. Das Frühstück wurde komplett vorbereitet und der verdiente Kaffee wartete schon auf uns.
Um 7 Uhr gab es diesmal „Quartett-wecken“. Das gestern beschriebene Verfahren wurde von vier Personen ausgeführt (funktioniert noch besser!). Ungläubig liegen einige minutenlang im Schlafsack und können sich nur langsam aus dem Zelt bewegen.
Dennoch wird das Frühstück mit sensationeller Geschwindigkeit weggeputzt und der Abbau des Lagers konnte beginnen. Nach einer unglaublichen Leistung aller Beteiligten hatten wir um 10.15 Uhr das gesamte Gepäck in den Bussen verladen und konnten nach der Abschlussrunde gen Heimat aufbrechen.

Alle waren glücklich dabei gewesen zu sein und haben ein unvergessliches  Auslandslager erlebt. Wir sagen Oudenburg ‚Auf Wiedersehen’ und denken gerne an diese tolle Zeit zurück.
Auf dem Heimweg machten wir einen kleinen Abstecher nach Oostende, um noch ein Abschluss-Eis zu essen.

Die Rückfahrt verlief – wie das Lager – ohne Zwischenfälle und war „eine Punktlandung nach der anderen“. Mit nur einer Pause wieder zurück auf deutschen Boden erreichten wir überpünktlich und überglücklich um 17.30 Uhr den Kirchplatz in Dehrn.

 

 

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